T
It's a Vox baby
Mein allererster Amp in den Spät-1980ern war ein alter AC30, bis vor kurzem hatte ich noch den AC10custom mit einem 10er Celestion.
Dieses kleine Kasterl hat zwar nur eine EL84 Endstufenröhre, aber die am Papier stehenden 4 Watt sind bei voller Endstufensättigung mächtig laut. Und dank des Verbauten 12ers und der bissigen, tschechischen EL84 kommt ordentlich Wumms - für einen Vox nicht unbedingt typisch.
Sound: Der Greenback kling Out-of-the-Box fürchterlich, der Federball dadurch blechern und somit der gesamte Sound völlig unbrauchbar. Eine Stunde Einspielzeit soll laut Manual genügen, besser ihr gebt ihm 10-20 Stunden unter Volllast. Aber dann wird's richtig gemütlich und "cremig". Die kratzigen Mitten verschwinden, der Bass entfaltet sich und die Höhen sind Greenback typisch niemals schneidend. Ich mag ihn 75/75 % jeweils Gain und Master, aber auch zurückgedreht auf 50-60% Gain. Dann je nach Gitarre mit dem Volumes- bzw- Toneregler nachjustieren, wenn man möchte. Komplett clean, also Fender-Style geht so gut wie nie, oder doch dann sehr leise, aber die Verzerrung ist Vox-typisch mit viel Breite und Tiefe, niemals aufdringlich bei Low-Gain und super crunchy bei +75% Vorstufe. Pedale mag er davor alle sehr gerne, sogar Modulationseffekte. Getestet hab ich Uni-Vibe und Tremolo. Mein analoges Delay verwischt den Sound kaum auch bei höheren Gainsettings. Perfekte Saitentrennung, bravo!
Verarbeitung & Preis: Die Ecken und das Binding sind nicht ganz perfekt verarbeitet, der Griff und Kühlgrill wie schon öfters beschrieben wirken billig. Das Innenleben ist jedoch sauber verarbeitet. Glatte Lötstellen und ordentliche Verdrahtung. Die Röhren sind Ruby Tubes gelabelte JJs. Die EL84cz ähnlich der TADcz passt gut, da sie mehr Bass erzeugt, was kleinen Combos mit einem Speaker und Vox-Sounds gut steht. Bleibt da noch die Sache mit dem Preis. 1055,- ist für eine Fertigung in Vietnam heftig. Wäre die Serie in England gefertigt müsste man locker das doppelte rechnen, also führ kein Weg dran vorbei, wenn man einen echten Vox Sound haben möchte.
Aber lohnt sich die 4-Watt Version, oder sollte man nicht besser für 300,- Aufpreis den AC10 HW kaufen? Jein. Der Kleine ist perfekt für Zuhause und für typisch-moderne Club-Bühnen, wo er nicht laut klingen soll bzw darf und sowieso mit einem Mic abgenommen wird. Meinen AC10custom hab ich in +100 Gigs nie wirklich voll Ausfahren können. Da hätten 4 Watt meist gereicht und obendrauf gibt's dann die Endstufensättigung. Wer das Geld und die Vox-Liebe hat, sollte zuschlagen und das rückseitige "Vietnam" einfach ignorieren ;-)
Dieses kleine Kasterl hat zwar nur eine EL84 Endstufenröhre, aber die am Papier stehenden 4 Watt sind bei voller Endstufensättigung mächtig laut. Und dank des Verbauten 12ers und der bissigen, tschechischen EL84 kommt ordentlich Wumms - für einen Vox nicht unbedingt typisch.
Sound: Der Greenback kling Out-of-the-Box fürchterlich, der Federball dadurch blechern und somit der gesamte Sound völlig unbrauchbar. Eine Stunde Einspielzeit soll laut Manual genügen, besser ihr gebt ihm 10-20 Stunden unter Volllast. Aber dann wird's richtig gemütlich und "cremig". Die kratzigen Mitten verschwinden, der Bass entfaltet sich und die Höhen sind Greenback typisch niemals schneidend. Ich mag ihn 75/75 % jeweils Gain und Master, aber auch zurückgedreht auf 50-60% Gain. Dann je nach Gitarre mit dem Volumes- bzw- Toneregler nachjustieren, wenn man möchte. Komplett clean, also Fender-Style geht so gut wie nie, oder doch dann sehr leise, aber die Verzerrung ist Vox-typisch mit viel Breite und Tiefe, niemals aufdringlich bei Low-Gain und super crunchy bei +75% Vorstufe. Pedale mag er davor alle sehr gerne, sogar Modulationseffekte. Getestet hab ich Uni-Vibe und Tremolo. Mein analoges Delay verwischt den Sound kaum auch bei höheren Gainsettings. Perfekte Saitentrennung, bravo!
Verarbeitung & Preis: Die Ecken und das Binding sind nicht ganz perfekt verarbeitet, der Griff und Kühlgrill wie schon öfters beschrieben wirken billig. Das Innenleben ist jedoch sauber verarbeitet. Glatte Lötstellen und ordentliche Verdrahtung. Die Röhren sind Ruby Tubes gelabelte JJs. Die EL84cz ähnlich der TADcz passt gut, da sie mehr Bass erzeugt, was kleinen Combos mit einem Speaker und Vox-Sounds gut steht. Bleibt da noch die Sache mit dem Preis. 1055,- ist für eine Fertigung in Vietnam heftig. Wäre die Serie in England gefertigt müsste man locker das doppelte rechnen, also führ kein Weg dran vorbei, wenn man einen echten Vox Sound haben möchte.
Aber lohnt sich die 4-Watt Version, oder sollte man nicht besser für 300,- Aufpreis den AC10 HW kaufen? Jein. Der Kleine ist perfekt für Zuhause und für typisch-moderne Club-Bühnen, wo er nicht laut klingen soll bzw darf und sowieso mit einem Mic abgenommen wird. Meinen AC10custom hab ich in +100 Gigs nie wirklich voll Ausfahren können. Da hätten 4 Watt meist gereicht und obendrauf gibt's dann die Endstufensättigung. Wer das Geld und die Vox-Liebe hat, sollte zuschlagen und das rückseitige "Vietnam" einfach ignorieren ;-)
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Bellissimo amplificatore casalingo
Cercavo un ampli di buona qualità da abbinare al mio tone king gremlin , per utilizzo domestico . Questo vox è di alta qualità , puliti cristallini e overdrive valvolare ottenibile a bassi volumi ! Consigliato !
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M
Ein ac4tv war damals mein erster amp, und ich hatte noch jetzt eigentlich viele Jahre gefreut auf das gleiche in besser..
Eingesteckt, alles ausprobiert, klingt hammer, sehr nuanciert, fast 3d. Master volume von flüsterleise bis sehr laut, eq greift gut zu klingt aber nie unangenehm. Clean mit reverb schön warm, crunch mit tele zum niederknien. Dann probier ich nur noch den anderen Kanal.. Umgesteckt, reverb weg. What?
Zehn mal Gitarre aus und ein gesteckt, sporadisch war der reverb wieder da, aber meistens nicht, scheint irgendwie mit der Eingangsbuchse zusammen zu hängen. Der footswitch hat nur funktioniert wenn vorher schon reverb zu hören war. Durch das gitter hinten kann man auch nicht mal schnell die Verkabelung checken oder einen anderen Tank anschließen, ich hätte die ganze Rückwand abschrauben müssen. Sehr enttäuschend.
Ansonsten kann ich die durchwachsenen online Rezensionen nicht nachvollziehen, es gab zwar ein leichtes brummen, aber das wär für mich bei einem single ended Verstärker ok gewesen. Das total matschige fuzz aus manchen videos hatte ich null, ich hatte eher den sound den man bei Andy demos hört.
Eingesteckt, alles ausprobiert, klingt hammer, sehr nuanciert, fast 3d. Master volume von flüsterleise bis sehr laut, eq greift gut zu klingt aber nie unangenehm. Clean mit reverb schön warm, crunch mit tele zum niederknien. Dann probier ich nur noch den anderen Kanal.. Umgesteckt, reverb weg. What?
Zehn mal Gitarre aus und ein gesteckt, sporadisch war der reverb wieder da, aber meistens nicht, scheint irgendwie mit der Eingangsbuchse zusammen zu hängen. Der footswitch hat nur funktioniert wenn vorher schon reverb zu hören war. Durch das gitter hinten kann man auch nicht mal schnell die Verkabelung checken oder einen anderen Tank anschließen, ich hätte die ganze Rückwand abschrauben müssen. Sehr enttäuschend.
Ansonsten kann ich die durchwachsenen online Rezensionen nicht nachvollziehen, es gab zwar ein leichtes brummen, aber das wär für mich bei einem single ended Verstärker ok gewesen. Das total matschige fuzz aus manchen videos hatte ich null, ich hatte eher den sound den man bei Andy demos hört.
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Größter unter den Kleinsten
Was für ein toller Verstärker! Als jemand der sowohl diverse AC15 und AC30 über viele Jahre im Studio und auf Bühnen gespielt hat und diesem Sound ernsthaft verfallen ist, war ich immer schon neugierig was so ein AC4 so drauf hat. Aber richtig hat es noch bei keiner der vorangegangenen Versionen geklickt.
Aber dieser hier mit dem Federhall und dem Greenback UND dem (deaktivierbaren!) FX-Loop… dem wollte ich ne Chance geben.
Lange überlegt, ob es nicht doch der AC10 HW sein soll… aber der ist im Grunde schon zu nah am AC15.
Bestellt, am nächsten Tag geliefert und was soll ich sagen? Es ist eine Offenbarung. Größe und Gewicht sind ideal für nen Übungs- und Studioamp bzw. für leisere Sessions. Die Verarbeitung wirkt ohne Fehl- und Tadel. Nichts klappert oder rasselt. KEIN Rauschen. Nur das für mich total okaye tiefe, leise Brummen, was sogar schön ist. Die Plakette an der Front unten rechts ist angeschraubt, kann also auch leicht entfernt werden, wem das zu viel Markenbotschaft ist.
Der Amp ist wahnsinnig interaktiv und damit viel flexibler als es zunächst den Anschein hat. Zum Beispiel bekommt er einen viel größeren Bassbereich, wenn man den Input Gain weit hoch regelt und an der Gitarre mit dem Volume runter regelt. Den fehlenden Tone-Cut kann man auch mit dem Tone Regler an der Gitarre ersetzen. Der EQ packt allgemein super zu.
Der Hall ist äußerst nett. Gerade bei so nem Übungsamp ist es toll, auch nen Hall zu haben. Man hat wirklich schon viel Freude mit der Gitarre da direkt rein zu gehen. Und natürlich macht der Federhall den kleinen Amp noch größer, klanglich. Die Vorstufen- und Endstufenzerre ist wirklich großartig. Und mit den wenigen vorhandenen Reglern leicht unmatschig zu halten. Auch der Clean Sound kann sich hören lassen. Radiohead lässt grüßen.
Der Speaker braucht tatsächlich etwas Einspielzeit. Aber ich bemerkte schon nach 15 Minuten wie er sich freier und freier spielt. An Tag 3 bei sporadischer Nutzung schon vollkommen ausreichend eingewobbelt.
Das einzige was fehlt ist eine passende Staubschutzhülle, die beim weißen HW-Vorgänger noch dabei war. Hier aber nicht beiliegt. Aber da wird sich etwas finden.
Bei moderaten Lautstärken ein absolut erwachsener Verstärker mit ganz tollem Obertonspektrum. Erstaunlich flexibel. Wer noch keinen Vox-Amp besitzt, sollte vermutlich eher zum AC10 greifen, der bei relativ wenig Mehrkosten dann für alles taugt. Hat man schon einen AC15 oder AC30 ist der AC4 eine tolle sorglos-Ergänzung. Schont Rücken, Röhren im Hauptamp und die Ohren, macht richtig Spaß und ist auch ein tolles Backup für den Hauptcombo auf der Bühne.
Aber dieser hier mit dem Federhall und dem Greenback UND dem (deaktivierbaren!) FX-Loop… dem wollte ich ne Chance geben.
Lange überlegt, ob es nicht doch der AC10 HW sein soll… aber der ist im Grunde schon zu nah am AC15.
Bestellt, am nächsten Tag geliefert und was soll ich sagen? Es ist eine Offenbarung. Größe und Gewicht sind ideal für nen Übungs- und Studioamp bzw. für leisere Sessions. Die Verarbeitung wirkt ohne Fehl- und Tadel. Nichts klappert oder rasselt. KEIN Rauschen. Nur das für mich total okaye tiefe, leise Brummen, was sogar schön ist. Die Plakette an der Front unten rechts ist angeschraubt, kann also auch leicht entfernt werden, wem das zu viel Markenbotschaft ist.
Der Amp ist wahnsinnig interaktiv und damit viel flexibler als es zunächst den Anschein hat. Zum Beispiel bekommt er einen viel größeren Bassbereich, wenn man den Input Gain weit hoch regelt und an der Gitarre mit dem Volume runter regelt. Den fehlenden Tone-Cut kann man auch mit dem Tone Regler an der Gitarre ersetzen. Der EQ packt allgemein super zu.
Der Hall ist äußerst nett. Gerade bei so nem Übungsamp ist es toll, auch nen Hall zu haben. Man hat wirklich schon viel Freude mit der Gitarre da direkt rein zu gehen. Und natürlich macht der Federhall den kleinen Amp noch größer, klanglich. Die Vorstufen- und Endstufenzerre ist wirklich großartig. Und mit den wenigen vorhandenen Reglern leicht unmatschig zu halten. Auch der Clean Sound kann sich hören lassen. Radiohead lässt grüßen.
Der Speaker braucht tatsächlich etwas Einspielzeit. Aber ich bemerkte schon nach 15 Minuten wie er sich freier und freier spielt. An Tag 3 bei sporadischer Nutzung schon vollkommen ausreichend eingewobbelt.
Das einzige was fehlt ist eine passende Staubschutzhülle, die beim weißen HW-Vorgänger noch dabei war. Hier aber nicht beiliegt. Aber da wird sich etwas finden.
Bei moderaten Lautstärken ein absolut erwachsener Verstärker mit ganz tollem Obertonspektrum. Erstaunlich flexibel. Wer noch keinen Vox-Amp besitzt, sollte vermutlich eher zum AC10 greifen, der bei relativ wenig Mehrkosten dann für alles taugt. Hat man schon einen AC15 oder AC30 ist der AC4 eine tolle sorglos-Ergänzung. Schont Rücken, Röhren im Hauptamp und die Ohren, macht richtig Spaß und ist auch ein tolles Backup für den Hauptcombo auf der Bühne.
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